Sportbeläge werden „grüner“

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit für mehr Energieeffizienz: (v. li.) Gemeindewerke-Mitarbeiter Leo Jürgens, Dirk Sander, Ivo Lohr, beide von Polytex, und Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke Grefrath.

In einem satten Grasgrün präsentieren sich viele der Beläge, die Polytex für Fußballplätze in ganz Deutschland und Europa liefert. Damit nun auch die Produktion an sich nachhaltig „grüner“ wird, hat das Grefrather Unternehmen auf 100-prozentigen Ökostrom von den Gemeindewerken Grefrath umgestellt.

Hohe Anforderungen

In Grefrath entstehen seit 1995 aus kleinsten Granulatkügelchen Böden für Fußballplätze, Leichtathletikbahnen, Tennisplätze sowie andere Sport- und Freizeiteinrichtungen. Polytex hat sich mit der Herstellung von Spezial-Bodenbelägen einen Namen gemacht. Es ist europaweit das einzige Unternehmen seiner Branche, das sämtliche Produktionsschritte unter einem Dach vereint. Rund 170 Mitarbeiter stellen pro Jahr knapp vier Millionen Quadratmeter Bodenbeläge her. In der Hochsaison, etwa im Sommer, können es auch mehr sein. 
Für das Lager vorproduzieren kann Polytex nur wenig. Die Anforderungen an die Beläge sind so spezifisch, dass erst mit dem Auftragseingang die Produktion beginnt. „Gerade Fußballplätze sind sehr individuell“, schildert Dirk Sander, Produktionsleiter Kunstrasen bei Polytex. In der Farbe, in der Beschaffenheit der Garne – glatt oder texturiert – gibt es Unterschiede, aber auch was Unterbau oder Linierung betrifft. Die Anforderungen sind hoch. Gerade draußen sind die Garne besonders hohen Belastungen ausgesetzt, durch die Nutzung, aber auch durch Wind und Wetter. Polytex hat eine eigene Forschungs- und Einwicklungsabteilung, um seine Produkte laufend zu verbessern.

In Zukunft CO2-neutral

Die Produktion benötigt viel Energie.  Rund zwölf Gigawattstunden Strom pro Jahr. Durch die Umstellung auf Ökostrom werden 3 600 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermieden. „Das ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu unserer langfristigen Vision von einem klimaneutralen Produktions-standort“, sagt Ivo Lohr, stellvertretender Abteilungsleiter Qualität, Sicherheit und Umwelt. „Der Verbrauch bei Polytex macht etwa ein Sechstel unserer Netzlast aus“, fügt Gemeindewerke-Geschäftsführer Erik Ix hinzu. Für ihn sei es deshalb wichtig, im engen Austausch zu stehen.
Die Entscheidung, auf Ökostrom umzustellen, ist Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie bei Polytex. „Diese beruht auf drei Säulen: ökologisch, sozial und wirtschaftlich“, so Ivo Lohr. Einige Effizienzmaßnahmen hat das Unternehmen bereits umgesetzt: Die Umstellung der Beleuchtung auf ultra sparsame LED-Technik, die Dämmung und Entrauchung des Gebäudes sowie eine verbesserte Anlagen- und Kältetechnik tragen dazu bei, den Energieeinsatz pro Kilogramm produziertem Garn zu verringern.

Ökostrom aus Grefrath

Die Gemeindewerke bieten ihren Kunden nicht irgendein Ökostrom-Produkt an. Biogas-, Wind- und Photovoltaik-anlagen produzieren fast die gesamte  Energie vor Ort. Der Strom für Polytex stammt zum größten Teil direkt aus Grefrath, die restliche Menge läuft über ein Grünstrom-Zertifikat. Dieses belegt, dass der Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft stammt. „Wir sind in Grefrath in Sachen erneuerbare Energien sehr gut aufgestellt. Darauf sind wir stolz“, erklärt Erik Ix. Den guten Draht zu lokalen Unternehmen pflegen die Gemeindewerke gern. „Es profitieren alle davon: Die Betriebe sparen durch Effizienzmaßnahmen Kosten und CO2 ein, wir bringen die Energiewende voran, und die Gemeinde bleibt stark mit solchen Unternehmen vor Ort,“ so Erik Ix. 


Kontakt
Polytex Sportbeläge Produktions GmbH
Vinkrather Straße 43
47929 Grefrath
Telefon: 02158 9185-40
E-Mail: info@polytex-gmbh.com
Mehr unter: www.polytex-gmbh.de


Aus speziellem wetterfesten Garn und winzigen Granulatkügelchen stellen die Mitarbeiter bei Polytex ganz besondere Bodenbeläge her.




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