Strom, Gas, Wärme und Wasser

Bei den Gemeindewerken kümmert sich ein Netzteam darum, dass Strom, Erdgas, Wärme und Wasser zuverlässig und sicher in die Grefrather Haushalte gelangen. „Unsere Monteure arbeiten in allen Sparten und sind immer zu zweit unterwegs. Das dient der Sicherheit und gleichzeitig können wir so unsere Azubis optimal ausbilden“, erklärt Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke Grefrath.

Bei Wind und Wetter im Einsatz

Die Hauptaufgaben des Netzteams: Hauptleitungen verlegen und erneuern sowie Hausanschlüsse installieren. „Wir bilden unsere Mitarbeiter alle selbst aus. Einige kommen noch aus klassischen Handwerksberufen. Damit sie alle auf dem gleichen technischen Stand sind und sich gut mit unseren Anlagen auskennen, erhalten alle eine spezielle Fortbildung“, so der Geschäftsführer.
Bei den Rohrleitungen setzen die Gemeindewerke auf sogenannte HDPE-Rohre. Das sind widerstands-fähige Kunststoffrohre, die leicht sind, sich etwas biegen und deshalb gut in der Erde verlegen lassen. Damit man gleich weiß, um welche Leitungen es sich handelt, verwendet man blaue Rohre für Trinkwasser und orangefarbene für Erdgas.
„Grundsätzlich ist die Arbeit unseres Netzteams schon eine körperlich anspruchsvolle Tätigkeit, auch wenn sich die Materialien inzwischen sehr verbessert haben und deutlich leichter sind als früher. Es ist ein Beruf, bei dem man hauptsächlich im Freien arbeitet. Und das bei Wind und Wetter“, erläutert Erik Ix. Das Netzteam stellt auch den Bereitschaftsdienst. Jeweils zwei Monteure sind sieben Tage lang und 24 Stunden erreichbar, falls irgendwo Probleme auftreten. Zusammen mit dem technischen Einsatzleiter beheben sie alle Störungen der Netze in kürzester Zeit, um Ausfälle für die Kunden zu vermeiden. 

Effizienter Netzbetrieb

Grefrath ist von der Fläche her die kleinste Kommune im Kreis Viersen. Sie ist mit 32 Quadratkilometern sehr kompakt. Das nutzen die Gemeindewerke, die die Energienetze so effizient wie möglich betreiben. Die Netze werden kontinuierlich erneuert und modernisiert, je nach Alter und Struktur der Leitungen. Beim Gasnetz gibt es verpflichtende regelmäßige Überprüfungen. „Wir gehen jeden einzelnen Meter inklusive der Hausanschlüsse mit einem Gasspürgerät ab“, sagt Ix. Weil die Gemeindewerke das Netz regelmäßig prüfen und modernisieren, gibt es nur wenig Ausfälle oder Störungen.
Das Netzteam profitiert von seiner gemischten Altersstruktur. Das bedeutet: Hier findet ein vorbildlicher Wissenstransfer zu den nachfolgenden Generationen statt. „Der jüngste Mitarbeiter ist 21 Jahre alt und noch in der Ausbildung. Die ältesten Kollegen sind Mitte 50 und sehr erfahren. Ihr Wissen geben sie an die jüngeren weiter. Das funktioniert wunderbar in Grefrath“, so der Geschäftsführer. 


Das Energie- und Wassernetz in Zahlen

Knapp 200 Kilometer unterirdisch verlegte Rohrleitungen stellen in Grefrath die Trink­wasserversorgung sicher. Beim Gas sind es etwa 150 Kilometer. Für Trinkwasser, Gas und Strom gibt es jeweils rund 5000 Haus­anschlüsse. Im Gasnetz unterhalten die Gemeindewerke zusätzlich drei Gasübernahmestationen und einige Gasregelschränke. Im Stromnetz gibt es eine Vielzahl von Kabelverteilerschränken und Ortsnetzstationen zu warten.



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