Umweltbewusst 
in Grefrath tanken

An der Mülhausener Straße in Grefrath können Autofahrer nun 100 Prozent Biomethan tanken. Die nachhaltige Alternative zu Erdgas ist nahezu 
klimaneutral und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität.

Verbraucher in Deutschland entscheiden sich immer häufiger für biologische Alternativen. Das belegt auch eine vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlichte Befragung im Jahr 2019. Grund für ihre Wahl: der persönliche Beitrag zur geringeren Schadstoffbelastung der Umwelt. Während Kunden in Supermärkten die Möglichkeit haben, sich für Bioprodukte zu entscheiden, sind beim Tanken oft nur konventionelle Kraftstoffe im Angebot.

Höchste Zeit also, auch in der Mobilität auf Nachhaltigkeit zu setzen. So haben die Gemeindewerke die Erdgastankstelle in der Mülhausener Straße komplett saniert und dabei direkt auf umweltfreundliches Biomethan umgestellt. 

„Brauchen 360-Grad-Nachhaltigkeit“

Erdgasautofahrern bieten die Gemeindewerke ab sofort eine weitere umweltfreundliche Option: erneuerbares Biomethan. „Im Unterschied zu fossilem Erdgas entsteht der klimafreundliche Kraftstoff hauptsächlich durch die Vergärung von Gülle und organischen Rest- und Abfallstoffen in Biogasanlagen“, erklärt 
Ludger Smits, Projektleiter der Gemeindewerke.

„Der grüne Kraftstoff hat viele Vorteile: Erdgasautos fahren damit quasi klimaneutral und verbessern durch Biomethan im Tank die Ökobilanz – denn Stickoxide, Feinstaub und Rußpartikel spielen fast keine Rolle mehr“, sagt Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke. „Wir brauchen 360-Grad-Nachhaltigkeit, und der Verkehr ist ein wichtiger Sektor, in dem erneuerbare Alternativen dringend notwendig sind. Mit der Umstellung der Erdgastankstelle auf Biomethan und unserem Angebot von E-Ladesäulen haben wir in Grefrath zwei wichtige Bausteine zur umweltfreundlichen Mobilität geschaffen.“

Neben der Biomethan-Tankstelle betreiben die Gemeindewerke in Grefrath sechs öffentliche E-Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten, an denen die E-Autos mit reinem Ökostrom betankt werden können. Weitere Ladesäulen in Oedt, Vinkrath und Mülhausen sind bereits geplant und werden in Kürze gebaut werden.